Geschichte – die Wiege von Vattenfall

Das Kraftwerk Olidan war das erste Wasserkraftprojekt des schwedischen Staates. Dieser plante bereits seit Langem den Bau von Kraftwerken an den großen Flüssen des Landes. Allerdings gab es die Sorge, dass die Nachfrage für die großen Mengen Strom, die erzeugt wurden, nicht ausreichen würde. Im Jahr 1905 erwarb die Regierung das Unternehmen Nya Trollhätte Kanalbolag ("Neue Trollhättan-Kanalgesellschaft“), das in einen Staatsbetrieb umgewandelt wurde. Bereits 1909 firmierte dieser erneut um und wurde zur Kungliga Vattenfallsstyrelsen. 

Beschleunigtes Bautempo

Im Jahr 1970 wurde das Bautempo beschleunigt. Im Winter gab es Stromengpässe, die einer Kombination aus dem trockenen Jahr, dem kalten Wetter und der boomenden Wirtschaft geschuldet waren. Die Versorger appellierten an die Bevölkerung, Strom zu sparen, bis die Frühjahrsschmelze die angespannte Lage im Stromsystem aufheben würde. 

Das Kraftwerk ist ungefähr 40 Kilometer von Umeå entfernt und befand sich zuvor im Eigentum von E.ON (jetzt Uniper). Das Kraftwerk Pengfors verfügt über drei Aggregate. Es wurde 1954 mit einer Kaplan-Turbine in Betrieb genommen. Es nutzt eine Fallhöhe von 15,5 Metern.

Umfassende Renovierungsmaßnahmen

Im Herbst 2014 hat Vattenfall umfassende Modernisierungsmaßnahmen am Aggregat G1 des Kraftwerks durchgeführt. Turbine und Generator wurden erheblich aufgerüstet, wodurch in Pengfors eine Erhöhung des Wirkungsgrads bzw. der Leistung um zirka 5 Megawatt erzielt wurde.

Startschuss für den Ausbau der Wasserkraft in Schweden

Das erste Wasserkraftwerk in Schweden, Olidan am Göta Älv, begann 1910 mit der Produktion von Strom für die Industrie und die Eisenbahn. Damit war auch der Startschuss für die Erschließung des Flusses Luleälven und den Bau des Kraftwerks Porjus gefallen. Bis zu diesem Zeitpunkt überwog in der Gesellschaft die Skepsis gegenüber der Elektrizität. Erst als das Übertragungsproblem gelöst war und man Strom über lange Strecken und ohne große Verluste übertragen konnte, wuchs das Interesse. 

Eine der besonderen Herausforderungen, die sich beim Bau des Kraftwerks Porsi stellten, war die Holzflößerei auf dem Fluss. Der Luleälven wurde seit langer Zeit für die Flößerei genutzt und es wurde daher eine permanente Lösung benötigt, um die Holztransporte zu sichern. Diese fand man schließlich im Bau einer Floßrinne zwischen den Einlässen und Überläufen. Der Einlass wurde wie ein trichterförmiges Segmentschütz gestaltet. Pro Stunde konnten hier 20 000 bis 25 000 Baumstämme passieren.

Fakten zum Bau 

Die Fertigstellung des Kraftwerks Randi markierte den Endpunkt der nahezu 80 Jahre dauernden Erschließung des Lule Älv für die Wasserkraft, im Zuge derer im Durchschnitt alle fünf Jahre ein neues Kraftwerk gebaut wurde. 

Reaktoren

Ringhals besteht aus vier Reaktoren und ist eines der wenigen Kernkraftwerke, die über Siede- und Druckwasserreaktoren verfügen.

Der erst Reaktor (R1) ist ein Siedewasserreaktor von Asea-Atom mit einer Kapazität von 865 MW. Er ist seit Januar 1976 in Betrieb.

Die anderen drei Reaktoren (R2, R3 und R4) sind Druckwasserreaktoren der Firma Westinghouse. Der Reaktor R2 mit einer Kapazität von 865 MW ging im Mai 1975 in Betrieb, R3 mit 1.047 MW im September 1981 und R4 mit 940 MW im November 1983.

Beeindruckender Tunnelbau

Reparaturen im Jahr 2009

2009 musste das Kraftwerk Rusfors repariert werden. Der Grund hierfür war vermutlich frostbedingte Erosion. Dabei wurden der Wasserspeicher und der anschließende Überfallkanal ausgebessert. Am Überfallkanal wurden zudem geringfügige Umbauarbeiten durchgeführt. Durch diese Maßnahmen sollte die technische Lebensdauer der Anlage erheblich verlängert werden. 

Wie auch Suorva, Ritsem und Vietas war Seitevare bei den Bauarbeitern berüchtigt für die dort vorherrschende Kälte. Im Winter kann die Temperatur in Seitevare nämlich drastisch abfallen. In manchen Gebieten kann der Boden bis in drei oder vier Metern Tiefe gefroren sein. Das war auch im Winter 1962 der Fall, als die Bauarbeiten des Kraftwerks begonnen wurden. Temperaturen von bis zu -40 Grad Celsius waren nicht ungewöhnlich, und Gesichtsschutzmasken gegen die Kälte gehörten zur Standardausrüstung der Bauarbeiter. 

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