Auf Erde gebaut

Ein weiterer Unterschied zwischen dem Kraftwerk Vittjärv und den anderen Vattenfall Anlagen ist, dass es nicht auf Felsgestein errichtet wurde. Auf dem Baugelände des Kraftwerks lag das Gestein zu tief unter der Erdoberfläche, so dass es nicht praktikabel gewesen wäre, die gesamte darüber liegende Erdschicht abzutragen. Stattdessen wurde eine Betonplatte gegossen, auf der das Gebäude stehen konnte. 

Aufgrund seiner geografischen Lage traten beim Bau nicht die an anderen Standorten entlang des Flusses Luleälven üblichen Probleme auf, wie Abgeschiedenheit, große Entfernungen und Winterstürme. Die meisten Bauarbeiter wohnten in Boden, und zu Spitzenzeiten waren 200 Arbeiter auf der Baustelle beschäftigt. Im Kraftwerk kommen Kaplan-Turbinen zum Einsatz. Die Fallhöhe des Kraftwerks beträgt 13 Meter.

Die Anlage in Vänersborg wurde 1985 in Betrieb genommen. Das Fernwärmenetz von Vänersborg ist seit 2017 mit dem Netz von Trollhättan verbunden, weshalb die Abwärme des Unternehmens Vargön Alloys noch effektiver ausgenutzt werden kann.

 

Um die Betriebsdauer des Wasserkraftwerks zu verlängern, wurde das Kraftwerk Bergeforsen überholt sowie ein neuer Überlaufkanal gebaut. Die Arbeiten an dem neuen Überlaufkanal wurden im Juni 2011 begonnen und im Herbst 2014 abgeschlossen.

Bastusel

Das Kraftwerk Bastusel liegt rund 150 Kilometer in Richtung Landesinnere von der Mündung des Flusses Skellefteå in die Bottnische Bucht (Bottenviken) entfernt. Bei einer Fallhöhe von 77 Metern erreicht die Abwassereinleitung.

Im Rahmen des Wasserkraftprogramms von Vattenfall wurde die Anlage Bastusel aufgerüstet, um den strengeren Sicherheitsanforderungen zu genügen. Damit der Staudamm dem alle 10.000 Jahre zu erwartenden extremen Wasserpegel standhalten kann, wurde sehr viel Geld investiert. Dazu wurde die Staumauer höher gezogen und der Ablauf aufgerüstet.

Das Wasserkraftwerk Åsele ist am Fluss Ångermanälven gelegen, rund 8 Kilometer südlich des Ortes Åsele. Der Hauptarm (Åseleälven) des Flusses Ångermanälven ist stromabwärts des Kraftwerks Åsele bereits vollständig für Wasserkraftzwecke erschlossen. Am Fluss Ångermanälven sind rund 30 Kraftwerke in Betrieb. 

Die Anlage betreibt eine Rohrturbine mit einer Kapazität von 27 MW. Bei einer Fallhöhe von 11 Metern werden Wasser eingeleitet. 

Der Fluss Dalälven fließt durch das Herz der schwedischen Bergbauindustrie. Entlang des Flusses, der auch in großem Umfang für die Flößerei genutzt wurde, wurden zahlreiche Fabriken erbaut. Heute betreibt Vattenfall drei Kraftwerke am Fluss Dalälven: Näs, Söderfors und Älvkarleby. 

Während der Bauarbeiten zum Kraftwerk Akkats in den Jahren 1969 bis 1973 wurde nur eine Turbine mit einer Leistung von 150 Megawatt installiert, und der See Vaikijaure wurde durch einem Staudamm reguliert. Auch wenn der Wasserstand lediglich einen Unterschied von 1,5 Metern aufwies, so führte der Kraftwerksbau dennoch dazu, dass unter anderem die Wasserfälle in Kaitum und Akkats verschwanden. Durch den Bau von gespiegelten Staudämmen versuchte man, den Wasserstand im Flussbett anzuheben, das ansonsten ausgetrocknet wäre.

Das Kraftwerk, das über eine Diagonalturbine verfügt, ist das erste seiner Art in Schweden. Die Bauarbeiten begannen im Sommer 1962, und 1967 wurde das Kraftwerk schließlich in Betrieb genommen.

Der Staudamm des Kraftwerks Ajaure zählt zu den größten von Vattenfall, wobei Vattenfall eine Reihe von Maßnahmen durchgeführt hat, um die Sicherheit des Damms noch weiter zu verbessern und ihn auf die sogenannte 10 000-Jahre-Flut vorzubereiten, das heißt eine extreme Wasserflut, die in diesem Ausmaß nur einmal in 10 000 Jahren erwartet wird.

Neun Windturbinen

In Östra Herrestad bei Simrishamn im südöstlichen Schonen baute Vattenfall einen Windpark mit neun Vestas-Turbinen. Jede hat eine Kapazität von 2 MW.

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