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Heizkraftwerk Moorburg

Heizkraftwerk Moorburg
Das Heizkraftwerk Moorburg aus der Luft; im Hintergrund der Containerhafen Altenwerder.

Moorburg erhält Zuschlag im Auktionsverfahren

Die Bundesnetzagentur hat am 1. Dezember 2020 mitgeteilt, dass das Kraftwerk Moorburg mit beiden Blöcken im ersten Auktionsverfahren zur Reduzierung der Steinkohleverstromung den Zuschlag erhalten hat. Das bedeutet, dass das Kraftwerk voraussichtlich schon 2021 stillgelegt wird.

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Wasserstoffprojekt am Standort Hamburg-Moorburg 

Vattenfall unterzeichnet mit den Partnern Shell, Mitsubishi Heavy Industries und der Wärme Hamburg eine Absichtserklärung für die Errichtung eines Elektrolyseurs mit 100 Megawatt Leistung. Die Unternehmen planen, künftig gemeinsam Wasserstoff aus Wind- und Solarkraft am Kraftwerksstandort Hamburg-Moorburg zu erzeugen und im Umfeld nutzen zu können. Neben der Errichtung eines Elektrolyseurs mit einer noch skalierbaren 100 Megawatt Leistung ist auch die künftige Entwicklung des Standorts zu einem sogenannten „Green Energy Hub“ vorgesehen. Es soll dabei untersucht werden, inwieweit die bestehende Infrastruktur des Standorts Moorburg künftig zur Energieerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien genutzt werden kann. 

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Umweltverträglich und hoch flexibel

Beim weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien leistet das Kraftwerk einen Beitrag zur Netzstabilität und bietet zudem die Möglichkeit, die Erzeugung flexibel zu erhöhen bzw. abzusenken: Innerhalb von 15 Minuten kann die Leistung des Kraftwerks um mehr als 600 MW hoch- oder runtergefahren werden. Das entspricht der Leistung von etwa 200 Onshore-Windkraftanlagen. Wetter- und tageszeitabhängige Schwankungen im Netz, die bei Einspeisung von erneuerbaren Energien unvermeidlich sind, können so durch das Kraftwerk jederzeit schnell ausgeglichen werden. Mit dieser hohen Flexibilität wird das Kraftwerk den Anforderungen der Energiewende gerecht. 

 

Hoher Wirkungsgrad – weniger Emissionen

Das Heizkraftwerk Moorburg gehört mit einem sehr hohen Wirkungsgrad von 46,5 Prozent bei der Stromerzeugung zu den effizientesten Steinkohlekraftwerken in Europa. Die Anlage in Moorburg verursacht bei voller Leistung rund ein Viertel weniger CO2-Emissionen im Vergleich zu älteren Steinkohlekraftwerken.

Im neuen Kraftwerk wird zudem modernste Umwelttechnik eingesetzt. So sorgt unter anderem die Rauchgasreinigung dafür, dass das Kraftwerk die strengen Grenzwerte für Schadstoffemissionen nicht nur einhält, sondern zum Teil deutlich unterschreitet. 

 

Durch Kraft-Wärme-Kopplung Energie effizienter nutzen

Das Heizkraftwerk Moorburg wurde so konzipiert, dass es neben einer elektrischen auch eine Wärmeleistung erzeugen kann. Im Maximum könnten bis zu 650 Megawatt Fernwärme abgegeben werden; die Brennstoffausnutzung würde so auf rund 60 Prozent steigen. Seit Herbst 2016 ist die Anlage ein Heizkraftwerk und liefert über eine Dampfleitung Prozessdampf an die benachbarte Holborn Europa Raffinerie GmbH. Damit wird eine erste Teilmenge der verfügbaren Wärme genutzt; allein dadurch können 15.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Die Kraft-Wärme-Kopplung der Moorburger Anlage sorgt dafür, dass die eingesetzte Energie effektiver genutzt werden kann als bei getrennter Strom- und Wärmeerzeugung.

 

Standort mit Tradition

Der Standort an der Süderelbe hat Tradition: Er wurde seit Jahrzehnten für die Stromerzeugung genutzt. Eine neue Kaianlage ermöglicht das Entladen hochseetüchtiger Schiffe. Mit dem Umschlag großer Mengen Kohle, Asche und Gips profitieren auch lokale Dienstleister und der Hamburger Hafen. Dies garantiert Hamburg eine stabile Entwicklung und setzt Impulse für weitere Investitionen und Arbeitsplätze.

 

Schutz für Elbe und Fische

Neben zahlreichen Umweltschutzmaßnahmen unterstützt eine neue Fischtreppe am Nordufer der Elbe bei Geesthacht die Entwicklung der Fischpopulationen. Der technisch höchst innovative Fischpass ermöglicht es den Wanderfischen, barrierefrei elbaufwärts zu ihren Laichgebieten zu ziehen. Seit der Inbetriebnahme im August 2010 haben über den Fischaufstieg bereits mehr als zwei Millionen Fische aus nahezu 50 Arten den Oberlauf der Elbe erreichen können.  

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