Geschichte und technische Hintergründe

Geschichte

Der Bau des Kraftwerks Ligga erwies sich als anstrengendes und ereignisreiches Unterfangen. Die Arbeiten am Kraftwerk Bergeforsen im Fluss Indalsälven hatten sich in die Länge gezogen. Um dem zunehmenden Strombedarf gerecht zu werden, musste Ligga schnell in Betrieb genommen werden. Zu diesem Zeitpunkt waren die Bauarbeiten an der Anlage Harsprånget nahezu abgeschlossen. Personal und Maschinen wurden nun nach Ligga verlagert. Es war ein erstklassiges Beispiel für die effiziente Nutzung der eingesetzten Maschinen und übertraf sogar noch den Bau von Harsprånget.

Änderung des Bauplans

Åke Rusck, der damalige Geschäftsführer von Vattenfall, veranlasste eine Änderung des Bauplans für das Kraftwerk Letsi in verschiedenster Hinsicht. Es sollte mehr Rücksicht auf die Umwelt und die Gemeinschaft der Samen genommen werden. Eigentlich hatte der Stromsektor das vorrangige Ziel, Wasserkraft bei möglichst geringem Kostenaufwand zu erzeugen. Doch in Letsi war dies nicht der Fall. 

Historische Gegend 

Bei der Planung und dem Bau des Kraftwerks wurde deshalb nicht nur auf Umweltschutzaspekte, sondern auch auf archäologische Belange besonders geachtet. In der Maschinenhalle wurde ein großes Steinrelief aufgestellt, auf dem das Leben an den Nämforsen-Fällen in vorhistorischer Zeit und bis zur Gegenwart dargestellt ist. Während der Sommermonate durchlaufen 125 m3 Wasser pro Sekunde die Überfallkanäle des Kraftwerks und verleihen der Gegend eine einzigartige Atomsphäre. 

Eines der ersten Wasserkraftwerke

Die Windturbine mit einer Nennleistung von 2 000 kW hat eine Turmhöhe von 80 Metern und einen Rotordurchmesser von 75 Metern. In der Nähe wurde ein 140 Meter hoher Mast für die Messinstrumente errichtet, um Vattenfalls Wissen über Wind und Energie zu erweitern. In einer Ausstellung wurde der Fortgang der Entwicklung öffentlich gemacht. 

Viele der Wasserkraftwerke von Vattenfall wurden in den Jahren 1950 bis 1960 in Betrieb genommen, als die Wasserkraft umfassend ausgebaut wurde. Heute müssen daher in zahlreichen dieser Anlagen Ersatzteilwechsel und Modernisierungen durchgeführt werden, damit sie weiter betrieben werden können. Als Teil des Modernisierungsprogramms von Vattenfall wurde das Kraftwerk Näverede einer Reihe von Renovierungsmaßnahmen unterzogen, die seine erwartete Lebensdauer verlängern sollen. Beide Aggregate des Kraftwerks wurden renoviert.

Geschichte – die Wiege von Vattenfall

Das Kraftwerk Olidan war das erste Wasserkraftprojekt des schwedischen Staates. Dieser plante bereits seit Langem den Bau von Kraftwerken an den großen Flüssen des Landes. Allerdings gab es die Sorge, dass die Nachfrage für die großen Mengen Strom, die erzeugt wurden, nicht ausreichen würde. Im Jahr 1905 erwarb die Regierung das Unternehmen Nya Trollhätte Kanalbolag ("Neue Trollhättan-Kanalgesellschaft“), das in einen Staatsbetrieb umgewandelt wurde. Bereits 1909 firmierte dieser erneut um und wurde zur Kungliga Vattenfallsstyrelsen. 

Beschleunigtes Bautempo

Im Jahr 1970 wurde das Bautempo beschleunigt. Im Winter gab es Stromengpässe, die einer Kombination aus dem trockenen Jahr, dem kalten Wetter und der boomenden Wirtschaft geschuldet waren. Die Versorger appellierten an die Bevölkerung, Strom zu sparen, bis die Frühjahrsschmelze die angespannte Lage im Stromsystem aufheben würde. 

Das Kraftwerk ist ungefähr 40 Kilometer von Umeå entfernt und befand sich zuvor im Eigentum von E.ON (jetzt Uniper). Das Kraftwerk Pengfors verfügt über drei Aggregate. Es wurde 1954 mit einer Kaplan-Turbine in Betrieb genommen. Es nutzt eine Fallhöhe von 15,5 Metern.

Umfassende Renovierungsmaßnahmen

Im Herbst 2014 hat Vattenfall umfassende Modernisierungsmaßnahmen am Aggregat G1 des Kraftwerks durchgeführt. Turbine und Generator wurden erheblich aufgerüstet, wodurch in Pengfors eine Erhöhung des Wirkungsgrads bzw. der Leistung um zirka 5 Megawatt erzielt wurde.

Seiten