Startschuss für den Ausbau der Wasserkraft in Schweden

Das erste Wasserkraftwerk in Schweden, Olidan am Göta Älv, begann 1910 mit der Produktion von Strom für die Industrie und die Eisenbahn. Damit war auch der Startschuss für die Erschließung des Flusses Luleälven und den Bau des Kraftwerks Porjus gefallen. Bis zu diesem Zeitpunkt überwog in der Gesellschaft die Skepsis gegenüber der Elektrizität. Erst als das Übertragungsproblem gelöst war und man Strom über lange Strecken und ohne große Verluste übertragen konnte, wuchs das Interesse. 

Eine der besonderen Herausforderungen, die sich beim Bau des Kraftwerks Porsi stellten, war die Holzflößerei auf dem Fluss. Der Luleälven wurde seit langer Zeit für die Flößerei genutzt und es wurde daher eine permanente Lösung benötigt, um die Holztransporte zu sichern. Diese fand man schließlich im Bau einer Floßrinne zwischen den Einlässen und Überläufen. Der Einlass wurde wie ein trichterförmiges Segmentschütz gestaltet. Pro Stunde konnten hier 20 000 bis 25 000 Baumstämme passieren.

Fakten zum Bau 

Die Fertigstellung des Kraftwerks Randi markierte den Endpunkt der nahezu 80 Jahre dauernden Erschließung des Lule Älv für die Wasserkraft, im Zuge derer im Durchschnitt alle fünf Jahre ein neues Kraftwerk gebaut wurde. 

Reaktoren

Ringhals besteht aus vier Reaktoren und ist eines der wenigen Kernkraftwerke, die über Siede- und Druckwasserreaktoren verfügen.

Der erst Reaktor (R1) ist ein Siedewasserreaktor von Asea-Atom mit einer Kapazität von 865 MW. Er ist seit Januar 1976 in Betrieb.

Die anderen drei Reaktoren (R2, R3 und R4) sind Druckwasserreaktoren der Firma Westinghouse. Der Reaktor R2 mit einer Kapazität von 865 MW ging im Mai 1975 in Betrieb, R3 mit 1.047 MW im September 1981 und R4 mit 940 MW im November 1983.

Beeindruckender Tunnelbau

Reparaturen im Jahr 2009

2009 musste das Kraftwerk Rusfors repariert werden. Der Grund hierfür war vermutlich frostbedingte Erosion. Dabei wurden der Wasserspeicher und der anschließende Überfallkanal ausgebessert. Am Überfallkanal wurden zudem geringfügige Umbauarbeiten durchgeführt. Durch diese Maßnahmen sollte die technische Lebensdauer der Anlage erheblich verlängert werden. 

Wie auch Suorva, Ritsem und Vietas war Seitevare bei den Bauarbeitern berüchtigt für die dort vorherrschende Kälte. Im Winter kann die Temperatur in Seitevare nämlich drastisch abfallen. In manchen Gebieten kann der Boden bis in drei oder vier Metern Tiefe gefroren sein. Das war auch im Winter 1962 der Fall, als die Bauarbeiten des Kraftwerks begonnen wurden. Temperaturen von bis zu -40 Grad Celsius waren nicht ungewöhnlich, und Gesichtsschutzmasken gegen die Kälte gehörten zur Standardausrüstung der Bauarbeiter. 

Das Wasserkraftwerk Sillre ist eine von Vattenfalls Anlagen am Fluss Indalsälven in Schweden. In seinem derzeitigen Aufbau wurde es 1987 in Betrieb genommen und verfügt über eine installierte Leistung von 11 MW. Ausgestattet ist es mit einer Francis-Turbine bei einer Fallhöhe von 193 Metern.

2005 wurde die dritte Anlage in Stadsforsen modernisiert und damit ihre Lebensdauer und Kapazität erhöht. Die beiden älteren Anlagen waren bereits vor der Anlage 3 überholt worden. 

Im Zuge des Vattenfall Programms für mehr Sicherheit in seinen Wasserkraftwerken wurde 2006 in den Staudamm in Stadsforsen investiert. Diese Investitionen umfassten die Verbesserung der Regulierungsmöglichkeiten des Staudamms und die Reduzierung der benötigten Wartungsarbeiten.

Ein sagenhafter Name

Das Kraftwerk Stalon ist nach einer Sagengestalt der lokalen Gemeinde der Samen, Schwedens indigener Bevölkerung, benannt. Sie fürchteten sich vor Stalo, einem riesigen Zyklop, der zusammen mit seiner Frau angeblich Menschen verspeiste. Die Bauarbeiter fanden, dass Stalon ein passender Name für das Kraftwerk wäre. 

Das Kraftwerk Stalon hat eine installierte Leistung von 130 MW. Ausgestattet ist es mit einer Francis-Turbine bei einer Fallhöhe von 199 Metern.

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