Stornorrfors
Fakten
Wasserinformation
Das Kraftwerk gehört Vattenfall. Die Gemeinde Umeå verfügt über ein Strombezugsrecht in Höhe von 25,85 Prozent der jährlichen Produktion des Kraftwerks Stornorrfors.
2007 begann Vattenfall mit den Arbeiten an dem direkt neben dem Kraftwerk selbst gelegenen Norrforsdammen, um dessen Sicherheit zu erhöhen. Das Projekt umfasste einen neuen Überlauf und eine Erhöhung der Dammkrone. Diese Investitionen sind Bestandteile der Strategie von Vattenfall, um die Sicherheit der Wasserkraftwerke zu erhöhen, damit diese für die „10 000-Jahre-Flut“ gerüstet sind. Hierbei handelt es sich um eine Flut mit extrem hohen Wasserständen, die nur einmal in 10 000 Jahren vorkommt.
Auch in den Jahren 2017 und 2018 setzte Vattenfall die Arbeiten mit den Sicherheitsmaßnahmen fort und kümmerte sich in diesem Zuge um den Rückhaltedamm, die Staudämme Tvärödammen und Tvärådammen sowie den Hauptstaudamm von Stornorrfors. Die Maßnahmen beinhaltete die Reparatur von Erosionsschutzvorrichtungen, eine Angleichung der Dammkrone sowie neue Dammverstärkungen.
Schutz der Fische
Im Zusammenhang mit den Bauarbeiten im Jahr 2007 wurde in Stornorrfors eine neue Fischtreppe errichtet. Die 300 Meter lange Treppe ermöglicht es Wildlachsen und Meerforellen, am Kraftwerk vorbei stromaufwärts zu ihren Laichplätzen im unerschlossenen Fluss Vindelälven zu schwimmen. Zusammen mit einer Umleitungsvorrichtung soll die Fischtreppe auch Smolts auf ihrem Weg stromabwärts am Kraftwerk vorbei in Richtung Ostsee leiten. Zum Zeitpunkt ihrer Errichtung war diese Anlage zur Beförderung von Smolts stromabwärts die erste ihrer Art in Europa.
In Schweden müssen Energieunternehmen, die Wasserkraftwerke betreiben, Fischzuchten unterhalten, um die durch eine Regulierung der Flüsse zerstörten Laichplätze zu kompensieren.
Eine der größten Fischzuchtanlagen von Vattenfall liegt in Norrfors in der Nähe des Kraftwerks Stornorrfors. Jedes Jahr setzt Vattenfall dort 80.000 Lachs-Smolts, 20.000 Meerforellen und 20.000 Äschen aus. In Zusammenarbeit mit dem Fischrat Vindelälven und der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften untersucht Vattenfall, wie die Passage der Fische an Stornorrfors vorbei verbessert werden kann. Darüber hinaus werden die grundlegenden biologischen und ökologischen Verhältnisse des Flusses kontinuierlich analysiert.